▷ Glasauge: Kosten, Notwendigkeit & Material [2023]

Kaum vorstellbar: Das Auge ist nicht mehr da. Es ist nicht nur das Sehen beeinträchtigt, sondern vielmehr verschwindet etwas, dass eigentlich als fester Bestandteil des Körpers galt. Es ist ein seltsames Gefühl, dass kaum beschrieben werden kann. Ein Auge aus Glas kann hier helfen und ein Stück „gutes Gefühl“ wieder zurückgeben.

Glasauge – wann braucht man es?

Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die zu einem Verlust des kompletten Auges führen.

  • Glasauge wird auch Augenprothese genannt
  • Einsatz nach einem Unfall
  • Nach Tumor

Beide Dinge können Auslöser dafür sein, dass das Auge nicht mehr erhalten werden kann. Die Prothese wird genau angepasst und mit dem richtigen Auge angeglichen. Das braucht Zeit und somit wird nach der Entfernung ein Provisorium eingesetzt.

Glasauge – aus welchem Glas besteht es?

Das Auge aus Glas wird, wie der Name schon sagt, aus Glas gefertigt. Es gibt auch Varianten, die mit Kunststoff gefertigt sind, aber das ist nur sehr selten der Fall.

Meistens kommt ein sehr hochwertiges Glas zum Einsatz, dass nur für diesen Bereich in der Medizin Verwendung findet.

Selbst die farbigen Bestandteile sind aus Glas. Dabei liegt doch eigentlich der Verdacht nahe, dass es sich nur um aufgemalte Partien handelt. Dem ist aber nicht so. Ist das Auge z.B. braun, wird an dieser Stelle auch braunes Glas genutzt.

Dieser Methode hat den großen Vorteil, dass keine chemischen Zusätze bei der Fertigung eine Rolle spielen.

Varianten von Glasaugen – was ist möglich?

Es gibt zwei Varianten, zwischen den Sie entscheiden können. Es ist ein Auge aus Glas möglich, oder aus Kunststoff. Ersteres ist in Deutschland üblich, das heißt aber nicht, dass nicht auch Kunststoffaugen zum Einsatz kommen.

Wer eher die zweite Variante vorzieht, muss dennoch ein paar Kriterien erfüllen. Dazu sollten Sie folgendes wissen:

  • Augen aus Kunststoff sind stabiler, halten aber nicht so lange
  • Nachpolieren ist allerdings möglich
  • Möglich bei Parkinson-Erkrankung oder Greifbehinderung
  • Kunststoff ist wasserabweisend, sodass kein Tränenfilm gebildet werden kann
  • Trockene Augen treten somit häufig auf

Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass diese Form der Augen aus Glas eine Genehmigung braucht. Sonst werden die Kosten durch die Krankenkasse nicht übernommen.

Alternativen zu Glasaugen

Es gibt leider keine Alternative. Möglich wäre nur, auf das Auge aus Glas zu verzichten, doch dann die gesamte Augenhöhle schrumpfen. Ein Umstand, der die Lebensqualität psychisch und optisch stark stört.

Es braucht eine Zeit der Gewöhnung, aber am Ende ist ein Unterschied so gut wie gar nicht mehr feststellbar. Wer sich dennoch nicht gut damit fühlt, weil er das Gefühl hat, dass es gesehen werden kann, kann auch eine schöne Brille zusätzlich tragen. Das gibt oft ein sehr gutes Gefühl.

Letztlich ist eine wirklich die beste Möglichkeit, um das fehlende Auge zu ersetzen.

Wie viel kostet ein Glasauge?

Die Kosten für ein solches Auge sind recht individuell. Sie richten sich nach der Schwere der Anpassung und der Farbgebung.

Es dauert maximal zwei Stunden, dann sollte die Prothese richtig angepasst sein.

Die Kosten belaufen sich dabei zwischen 500 und 600 Euro.

Fazit

Es kann das Leben und den Alltag enorm verbessern. Auch wenn es zu Anfang ungewöhnlich ist, allein schon über ein Glasauge nachzudenken, hat es doch so viel Positives.

Sehen wird es so gut wie niemand und das Material wird in der Regel auch gut vom Körper angenommen.

Sicherlich braucht es in manchen Fällen Überwindung, aber ist das erst einmal geschafft, werden Sie es nicht mehr missen wollen.