▷ Augeninnendruck: Regelmäßiges Messen für gute Sicht [2023]

Wenn Sie schon einmal einen Termin beim Augenarzt wahrgenommen haben, kennen Sie den Augeninnendruck sicherlich. Er kann auf unterschiedliche Weise gemessen werden. Manchmal sorgt er sogar für Überraschungen, da deutliche Erhöhungen nicht immer spürbar sind. Doch was verbirgt sich noch dahinter? Ein wichtiger Wert mit vielen Seiten.

Augeninnendruck – was ist das?

Selbst wenn Sie schon oft davon gehört haben, ist eine Beschreibung nicht immer einfach. Hinter diesem Begriff verbirgt sich der physikalische Druck, der mit der Augeninnenwand verbunden ist. Doch da ist noch mehr:

*Sorgt für konstante glatte Wölbung auf der Hornhautoberfläche

*Durch ihn entsteht gleichbleibender Abstand zwischen Linse, Netzhaut und Hornhaut

*Fotorezeptoren werden gleichmäßig ausgerichtet

Wie und warum kann man den Augeninnendruck messen?

Es ist wichtig, dass der Druck im Auge auch dann gemessen wird, wenn keine Beschwerden vorliegen. Bei regelmäßigen Terminen geschieht es ohnehin. Doch warum ist es wichtig und wie wird es gemacht?

Warum ist das Messen so wichtig?

Wer unwissend einen hohen Innendruck hat, merkt es nicht sofort. Die Folgen können aber schnell und völlig unvorbereitet eintreten.

Ist der Wert zu hoch, kann sich daraus ein Glaukom entwickeln, auch als grüner Star bekannt. Das Gesichtsfeld ist in diesem Zug eingeschränkt, was aber nicht gleich auffällt. Gesunde Augen können sehr viel und lange Probleme ausgleichen. Es fällt nicht selten erst dann auf, wenn die Beschwerden schon deutlich sind und der Sehnerv geschädigt wurde. Wenn Sie auch dann nichts unternehmen, kann es sogar zur Erblindung kommen.

Ist der Innendruck des Auges erhöht, kann es aber auch mit einem Venenverschluss (retinal) zusammenhängen.

Es gilt somit, Ursachenforschung zu betreiben.

Wie erfolgt die Messung?

Für die Messung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum Ersten ist es die Applanationstonometrie. Hier ist der Wert am genausten. Das Auge wird zuvor mit Tropfen betäubt, dann sitzt dieser vor einer Spaltlampe. Der dort angebrachte Druckstempel wird auf die Hornhaut gesetzt. In diesem Zug wird die Hornhaut des Auges abgeflacht (applaniert). Ist der Innendruck, braucht der Stempel auch mehr Kraft.

Möglich ist auch die Non-Contact-Tonometrie. Auch hier steht die Applanation im Vordergrund, nur dass ein Luftstoß reicht. Die Veränderungen des Hornhautreflexbildes werden gemessen und der Wert steht fest.

Augeninnendruck selber messen oder bei Arzt?

Das Messen des Augeninnendrucks ist ausschließlich bei einem ausbildeten Facharzt möglich. Es braucht die schon beschriebenen Geräte, um den richtigen Wert zu erhalten. Zu Hause ist das schlichtweg nicht möglich. Kein Selbstversuch würde das ermöglichen.

Abgesehen davon wäre die Verletzungsgefahr viel zu groß.

Es gibt durchaus eine Fingermethode. Hier wird der Finger auf das geschlossene Auge gelegt und gleichzeitig Druck auf die Stirn ausgeübt. Doch hier braucht es viel Hintergrundwissen, welches nur der Arzt besitzt.

Es gilt somit: Unbedingt den Augenarzt aufsuchen und keine Selbstversuche wagen. Ihre Augen sind ein wichtiges Gut.

Augeninnendruck – Normwerte

Die Normwerte des Augeninnendrucks liegen zwischen 10 und 21 mmHg. Es kann aber auch Schwankungen geben, für die der Tagesablauf verantwortlich ist.

Somit kann der Wert auch zwischen 4 bis 6 mmHg schwanken. Sollte somit eine Messung im Grenzbereich erfolgen, muss das nicht immer krankhaft sein. Hier lohnt sich eine baldige Kontrolle und die Berücksichtigung vorangegangener Werte.

Hoher Augeninnendruck – Symptome

Ist der Augendruck zu hoch, kann dies zu unterschiedlichen Symptomen führen. Trügerisch ist dabei, dass diese Anzeichen auch bei anderen gesundheitlichen Problemen auftreten können, die gar nicht so schwerwiegend sind. Hier ist es wichtig, abzuwägen und im Zweifel nicht zu lange zu warten.

  • Störender Druck hinter dem Auge
  • Starkes Augenbrennen
  • Wiederkehrende Kopfschmerzen
  • Schmerz bei Augenbewegungen

Treten auch nur zwei Dinge im Zusammenhang auf, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Besonders dann, wenn die letzte Untersuchung schon eine Weile zurückliegt.

Erhöhter Augeninnendruck – was jetzt?

Im ersten Moment ist es sicherlich ein Schock. Doch hier ist es wichtig, Ruhe zu bewahren, denn ein solche Diagnose führt nicht sofort zu Einschränkungen oder gar Erblindung. Wichtig und gut ist es, dass es jetzt herausgefunden wurde.

Je nach Ausprägung wird der Augenarzt eine medikamentöse Therapie vorschlagen. Diese kann mit Tabletten oder auch Tropfen angestrebt werden. Meistens sind es jedoch Tropfen, die gewählt werden. Die Auswahl erfolgt nach der Höhe des Drucks und dem sonstigen Beschwerdebild.

Wird ein Parasympatomimetika gewählt, öffnet es den Kammerwinkel und das Kammerwasser kann somit besser abfließen.

 

Wie kann man den Augeninnendruck senken?

Nicht immer helfen Tropfen und Tabletten. So kann es sein, dass es eine andere Behandlungsmethode braucht.

Möglich und sehr effektiv ist hier das Augenlasern. Es hilft, den Druck sicher und leicht zu senken. Reicht das auch nicht aus, kann noch eine Operation in Erwägung gezogen werden. Hier muss genau abgewogen werden.

Manchmal sind auch beide Möglichkeiten im Zusammenspiel angeraten. Das entscheidet der Arzt.

Bei der Entscheidung wird oft auch das Kammerwasser zurate gezogen. Durch eine bestimmte Lasermethode kann bewirkt werden, dass weniger davon produziert wird.

Fazit

Der Augeninnendruck ist eine medizinische Größe, die oft verborgen bleibt. Sie bereitet selten Beschwerden und das doch der Fall, ist die Erhöhung schon groß.

Aus diesem Grund ist es wichtig, schon bei geringen Symptomen und einer gleichzeitigen Vorgeschichte, den Arzt aufzusuchen.

Er hat die Möglichkeiten und kann schnell den Wert bestimmt und somit auch eine Entscheidung treffen.

Versäumnisse in diesem Bereich können schnell Probleme bereiten, die keine Lösung mehr nach sich ziehen.

Gehen Sie aus diesem Grund lieber einmal mehr zum Augenarzt und lassen Sie sich eingehend beraten. Am Ende werden Sie glücklich darüber sein.