ᐅ Achromasie – ein Leben ohne Farben [2024]

Wie ist es, gar keine Farben zu erkennen? Menschen, die unter einer Achromasie (auch Achromatopsie genannt) leiden, wissen es nur zu gut. Hier ist das Sehen jeglicher Farben verwehrt und auch nicht im Kleinsten möglich. Oft geht dies auch mit einer schlechten Sehschärfe einher.

Was ist Achromasie?

Hierbei handelt es sich um die völlige Farbenblindheit. Hier sind nicht einmal Schatten von Farben zu erkennen. Alles in der Umgebung ist nur hell oder dunkel. Mehr nicht.

*Diese Form ist sehr selten

*Unter 30.000 Menschen ist nur eine Person betroffen

*2700 Deutsche leiden darunter

Gründe für Achromasie?

Die Gründe für die Entstehung liegen in den Zapfen. Sie sind dafür verantwortlich, Farben zu erkennen und an das Gehirn weiterzugeben. Wenn sie das nicht tun, sehen wir auch keine Farben. Somit sind die Zapfen geschädigt.

Bei der völligen Farbenblindheit geben nur die Sinneszellen um die Zapfen Impulse weiter. Das führt dazu, dass Betroffene Hell und Dunkel sehen können. Das „Bild“ ist schwarz-weiß.

Kann man Achromasie heilen?

Eine Heilung ist leider nicht möglich. Da die Farbenblindheit genetisch bedingt und somit angeboren ist, besteht hier leider keine Hoffnung.

Die Medizin bewegt sich jedoch immer weiter und vielleicht ist es möglich, irgendwann eine Verbesserung zu erzielen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das aber nicht leider möglich.

Mit Achromasie normal leben – klappt das?

Während ein normaler Alltag mit anderen Formen der Farbenblindheit durchaus möglich ist, gestaltet es sich hier nicht ganz leicht.

Betroffene leiden nicht nur unter den ständigen Grautönen. Es werden zusätzlich Sehschwächen und eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit beschrieben.

Große Herausforderungen stellen somit künstliches Licht oder Sonnenschein dar. Die Natur erscheint trist, Farben im Straßenverkehr sind nicht zu erkennen. Auch die starke Sehschwäche beeinträchtigt stark und hemmt in vielen Bereichen des Alltags.

Es braucht eine lange Zeit der Gewöhnung, um gut damit zurechtzukommen.

Brille gegen Achromasie – macht das Sinn?

Es gibt für fast alle Formen der Farbenblindheit Sehhilfen, die ein wenig Linderung verschaffen können. Bei der Achromasie sieht das leider anders aus. Die Gründe dafür sind schnell aufgeführt und machen deutlich, die stark die Beeinträchtigungen sind.

Fotorezeptoren sind nicht vorhanden

Es werden keine Farbinformationen gefiltert

Gehirn erhält absolut keine Information über Farben

Wenn das alles zutrifft, gibt es leider keine Brille, die für eine Verbesserung sorgen kann. Dabei muss auch festgehalten werden, dass derlei Hilfen nur dafür sorgen, dass Farbkontraste besser wahrgenommen werden. Somit ist es auch zwingend erforderlich, dass überhaupt Farben gesehen werden können.

Colordrop ist in dem Bereich der Brillen der Ansprechpartner der Wahl. Eine Vorstellung lohnt sich immer. 90 % der Farbenblinden erwerben ihre Brillen bei diesem Anbieter und würden es sicherlich immer wieder tun.

Kleiner Hinweis: Möglich wäre es jedoch, ein Modell zu erwerben, welches die Sehschärfe reguliert und gegen die Lichtempfindlichkeit wirkt. Sicherlich wird der zuständige Augenarzt hier die richtige Brille verordnen.

Fazit

Die völlige Farbenblindheit bedeutet einen großen Einschnitt im Leben. Aufgrund der starken Auffälligkeiten wird sie auch sehr früh festgestellt und ruht nicht versteckt, wie es bei anderen Formen der Fall ist.

Wichtig ist jedoch, nie den Mut zu verlieren und das Beste aus dem Moment zu machen. Die Medizin macht Fortschritte und vielleicht ist irgendwann eine Möglichkeit da, etwas zu verändern. Auch wenn es nur ein wenig ist.

Kleiner Trost: Gegen die Grautöne kann heute noch nichts unternommen werden, aber niemand muss mit schlechter Sehschärfe und Lichtempfindlichkeit leben.